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Hamburg - Dienstag, 05.01.2010Höhe für Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung längst nicht sicher
Expertenmeinung sieht höhere Zusatzbeiträge in Kürze kommen
Wer bislang noch Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist und sich bislang gewundert hat, warum trotz der klammen Kassen keine Zusatzbeiträge erhoben wurde, dürften sich an dieser Regelung nicht mehr lange erfreuen können. So sieht es zumindest der Gesundheitsexperte Jürgen Wasem, wie er der Nachrichtenagentur in einem Interview mitteilt. Momentan würde bei den allermeisten Versicherern in der gesetzlichen Krankenversicherung noch die Angst regieren, als Erster den Zusatzbeitrag von acht Euro von seinen Versicherten zu verlangen, den jede Krankenkasse nach Regelung der Gesundheitsform zusätzlich zum monatlichen Beitrag erheben darf. Kurzfristig dürfte diese Krankenkasse schließlich mit zahlreichen Verlusten im Kundenstamm rechnen, hin zu Unternehmen, die noch keinen erhöhten Beitrag erhoben haben. Doch auch dies hält Wasem für eine Momentaufnahme, da relativ schnell der allergrößte Teil der Krankenkassen nachziehen dürfte, sobald die erste Kasse den Schritt zu einem höheren Beitrag gewagt hätte.Zusatzbeitrag als Modell auf Dauer nicht realisierbar
Ähnlich wie beim Zeitpunkt der Erhöhung steht in den Augen Wasems jedoch auch der Zusatzbetrag selbst in der Diskussion. So fürchtet er, dass die festgeschriebenen acht Euro noch einmal zeitnah gesetzlich verändert werden könnten, zum Beispiel im Rahmen einer Gesundheitsreform, die von der schwarz-gelben Bundesregierung für das Jahr 2011 angedacht wurde. Eventuell würde dann zwar auch die Regelung der Zusatzbeiträge wegfallen, da hier durch die Einführung der Kopfpauschale ein gänzlich neues Berechnungssystem für die gesundheitliche Vorsorge angelegt würde – letztlich dürften aber gerade Geringverdiener nicht von dieser Regelung profitieren, da für den pauschalen Monatsbeitrag eine Summe erhoben werden dürfte, in der durchaus finanzielles Spiel für die gesetzlichen Krankenkassen mit eingerechnet worden wäre. Ein Faktor, der sich dauerhaft auch als schädlich für die Private Krankenversicherung herausstellen könnte.
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