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Hamburg - Freitag, 01.01.2010

PKV unterstützt Weiterbildung zum Allgemeinmediziner

Schaffung von 5.000 Weiterbildungsstellen jährlich geplant.

Nach der Bundesärztekammer hat sich nun auch der Verband der Privaten Krankenversicherung zum Thema Weiterbildung im Bereich Allgemeinmedizin geäußert und diesen in der Sache begrüßt. Auslöser hierfür ist eine strukturelle Änderung im Gesundheitswesen, die vom Jahr 2010 an eine Neuerung für Ärzte mit sich bringt und das Gesundheitssystem auf Dauer um einen kleinen Schritt entlasten soll. Ziel der Bundesärztekammer ist es, jährlich 5.000 Weiterbildungsstellen zu schaffen, in denen sich Ärzte beliebiger Fachrichtung zum Allgemeinmediziner weiterbilden lassen würden. Eine Ausbildung, die ihnen letztlich ermöglicht, eine höhere Vergütung für ihre Behandlungen zu verlangen und sich einem größeren Kreis an Patienten zu öffnen.

Einsparungen durch wenigere Arztbesuche möglich


Das Modell, welches auf den ersten Blick höhere Ausgaben für die weitergebildeteten Ärzte signalisiert, lässt in den Augen der Privaten Krankenversicherung jedoch auch die Möglichkeit zu einer Reihe von Einsparnissen, die sich positiv auf die Beiträge in der PKV auswirken dürften. Grund hierfür ist die Tatsache, dass ein weitergebildeteter Allgemeinmediziner sowohl in allgemeinen Fragen wie auch in seinem Fachgebiet gesundheitliche Hilfe erteilen kann und somit die Überweisung zu einem weiteren Facharzt nach der allgemeinen Untersuchung überflüssig sein könnte. Anstelle von zwei Ärzten würde in diesem Fall vom Patienten nur ein Arzt besucht werden müssen, was selbstverständlich Einsparungen mit sich brächte. Zudem soll auf diese Weise eine noch engere Zusammenarbeit zwischen der stationären Medizin in Krankenhäusern und Kliniken sowie privat behandelnden Ärzten hergestellt werden.