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Hamburg - Dienstag, 29.12.2009

Zuschüsse für die Kinderversicherung auch für die PKV gefordert

Leienbach wünscht sich Annäherung an das Modell der gesetzlichen Krankenkasse

Der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, Volker Leienbach, hat in einem Interview die Regierung aufgefordert, die Regelungen im Bereich der Kinderversicherung zu überdenken und staatliche Zuschüsse nicht nur bei Krankenkassen, sondern auch in der Privaten Krankenversicherung zu gewähren. Leienbach reagiert damit auf die Veröffentlichung aller staatlichen Zuschüsse, die durch den eingeführten Gesundheitsfonds im Jahr 2010 geleistet werden. So erhält die Gesamtheit aller gesetzlicher Krankenkassen durch den Fonds im neuen Jahr einen Zuschuss von gut 14 Millarden Euro, der ausschließlich in die Behandlung und Versorgung von Säuglingen und Kindern fließen soll.

Ungleichbehandlung vor dem Gesetz?

In der finanziellen Neuregelung, die durch den Gesundheitsfonds eingetreten ist, sieht Leienbach eine Ungerechtigkeit, die letztlich auch vor der deutschen Gerichtbarkeit möglicherweise nicht standhalten könnte. Da vor dem Gesetz alle Kinder gleich sind und neben der Erziehung auch in ihrer Versorgung die gleichen Rahmenbedinungen gelten sollten, sieht der Direktor des PKV-Verbandes hier eine Schieflage. Inwieweit die Anregungen Leienbachs jedoch ernsthaft in der Politik diskutiert werden dürften, ist in Anbetracht des ohnehin eher dürftig finanzierten Gesundheitsfonds und der hohen Risiken in der Finanzierung bei den gesetzlichen Krankenkassen kaum vorherzusagen. Umso wahrscheinlicher gilt es, dass in den folgenden Monaten sich die Deutsche Justiz mit der Tatsache auseinandersetzen muss, ob hier tatsächlich eine Ungleichbehandlung von Kindern in der Gesetzlichen bzw. Privaten Krankenversicherung vorliegt, die notfalls über ein entsprechendes, juristisches Urteil beiseite geschafft werden müsste.