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Hamburg - Sonntag, 20.12.2009

Private Krankenversicherungen appellieren an Rösler wegen Einsparmöglichkeiten

Vor allem Begrenzung von Ärztehonoraren in der Diskussion

Immer häufiger appellieren nach Amtsantritt des neuen Gesundheitsministers Philipp Rösler Größen aus allen Bereichen der Privaten Krankenversicherungen um gesetzliche Möglichkeiten, verschiedene Kosten der Versicherer zu begrenzen. Während die Ersparnisse bzw. die Beibehaltung des status quo für die gesetzlichen Krankenkasse mehrfach von Röslern betont wurden, der beispielsweise nichts an der Ein-Prozent-Klausel für Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen ändern möchte, fordern nun auch die Privaten Krankenversicherungen nach neuen, gesetzlichen Grundlagen, die den privaten Versicherern klare Richtlinien für die Finanzierung von Risiken und Behandlungen an die Hand geben.

Ersparnisse in den Ärzte- und Behandlungskosten möglich

Vor allem bei teuren Behandlungen oder hohen Ärztehonoraren, für die es längst Alternativen im gesundheitlichen Bereich gäbe, wünschen sich die Privaten Krankenversicherungen neue Maßstäbe. Sind die gesetzlichen Krankenkassen daran angehalten, stets die günstigstmögliche der Behandlungsformen zu finanzieren, gibt es eine derartige Festlegung für den privaten Bereich noch nicht. Einige Versicherer murren deshalb über die teilweise überzogenen Ärztehonorare oder bewusst teuer angesetzen Behandlungsarten, die sich viele Heilkundige für einen Privatpatienten herausnehmen. Der einzelne Versicherte soll natürlich nichts von dieser Umstellung merken, da viele Privatversicherte als überversorgt gelten im Wissen der Ärzte, das Geld schnell vom entsprechenden Versicherer zurückzubekommen. Ob die Politik auf diese Entwicklungen reagiert und auch für den privaten Sektor eine gesetzlich bindende Neuregelung findet, ist für die nahe Zukunft jedoch noch nicht absehbar.