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Hamburg - Samstag, 05.12.2009

Pick-Up-Stellen für Medikamente ab 2010 verboten

Verkauf von Medikamenten soll alleine den Apotheken obliegen

Mit einer neuen Gesetzesinitiative möchte Gesundheitsminister Rösler die Apotheken stärken. Bereits ab dem Jahr 2010 soll deshalb das Bestellen und Abholen von Medikamenten bei sogenannten „Pick-Up-Stellen“ unterbunden werden, so dass freiverkäufliche Medikamente fortan auch in der Apotheke erworben werden müssen. Rösler folgt dabei dem dringenden Protest des Apothekerverbandes, der aufgrund des immer freier werdenden Marktes für Medikamente erhebliche Einbußen aufzuweisen hat.

Bei den Pick-Up-Stellen handelt es sich um gewöhnliche Drogeriemärkte oder andere Handelsunternehmen mit Filialen, die ihren Kunden die Besorgung von rezeptpflichtigen wie freien Medikamenten anbieten. Nach Bestellung der Medikamente konnten diese wenige Tage später im entsprechenden Geschäft abgeholt werden, ohne hierfür extra eine Apotheke zu besuchen und die Bestellung hier aufgeben zu müssen. Doch genau in dieser Regelung sieht Rösler die Macht der Apotheken schwinden, weshalb mit dem Gesetzesentwurf das Abgaberecht wieder ausschließlich in die Hände der Apotheken fallen soll. Bislang ist das Gesetz noch nicht beschlossen, dürfte aber in den ersten Monaten des Jahres 2010 verabschiedet werden und so auch eine recht schnelle Gültigkeit erlangen.