PKV Lexikon
Gesundheitskarte
Die Gesundheitskarte ist ein Datenträger im Kreditkartenformat, der auf einem elektronischen Chip alle wesentliche Daten eines Patienten beinhaltet. Vorrangig wird die Gesundheitskarte in der gesetzlichen Krankenversicherung eingesetzt, wo sie seit den 1990er Jahren die handschriftlichen Überweisungsträger weitestgehend ersetzt hat. Der Chip beinhaltet vor allem grundlegende Daten wie Namen, Adresse und Versicherungsnummer, wobei in aktuellen Testläufen auch die heiß diskutierte Überlegung angestellt wird, zusätzliche Daten über Erkrankungen und regelmäßig eingenommene Medikamente ebenfalls auf der Gesundheitskarte niederzuschreiben. Sinn dieser Überlegung ist es, Ärzten ohne expliziter Nachfrage ein Bild über Vorerkrankungen zu geben und so bessere Entscheidungen bei der richtigen Behandlung treffen zu können. Auch in der privaten Krankenversicherung kommt das Prinzip der Gesundheitskarte zum Einsatz, jedoch nicht als grundlegende Karte für alle privat Versicherten in einer Vollversicherung. Vielmehr wird hier die Gesundheitskarte ausschließlich bei Krankenzusatzversicherungen eingesetzt, die eine schnellere und leichtere Abrechnung in einer Klinik oder einem Krankenhaus möglich machen und der versicherten Person so die Mühen ersparen, selbst für Sonderleistungen bei einer stationären Behandlung bares Geld vorzustrecken, wie es bei Volltarifen und ambulanten Behandlungen üblich ist.