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PKV Lexikon

Abschlusskostenquote

Die Abschlusskostenquote ist eine der drei wesentlichen Kennquoten in der Privaten Krankenversicherung, die zusammen mit der Verwaltungskostenquote sowie der Schadensrichtlinie den dritten Bereich darstellt, in welchem die monatlichen Beiträge der Versicherten fließen. Die Abschlusskostenquote gibt den Anteil des Beitrages eines jeden Versicherten dar, der in die Gewinnung und Werbung neuer Kunden gesteckt wird, um diese ebenso von den Vorzügen der Privaten Krankenversicherung zu überzeugen und das Versicherungsunternehmen durch Zahlung neuer Beiträge weiterhin wirtschaftlich zu halten. Auch wenn viele Versicherte es nicht einsehen, warum ein Teil ihren monatlichen Beitrages in die Abschlusskostenquote gesteckt wird, dient dies dennoch indirekt zur Sicherung der eigenen Ansprüche beim Versicherer. Dieser hat als Wirtschaftsunternehmen unter anderem auch die Aufgabe, durch Gewinnung neuer Versicherter die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu gewährleisten. Ein rapider Kundenrückgang würde schließlich zu einem Absinken der finanziellen Sicherheit und so schlimmstenfalls zu höheren Beiträgen oder geringeren Leistungen für alle Bestandskunden führen. Diesem Zustand versucht jeder private Versicherer durch die Abschlusskostenquote entgegenzuwirken, auch wenn die Quote im Vergleich zur Schadensrichtlinie und der Quote für anfallende Verwaltungskosten eher gering angesetzt wird.